Mein Jakobsweg 2006 · Tag 10

Wattenwil – Fribourg

📅 Sonntag, 14.05.2006🏛️ Alte Römerstraße🗣️ Ab jetzt Französisch🛏️ Jugendherberge

Frühstück in Riggisberg

Wahnsinn – mit Kaminfeuer und einem leckeren Vesper ging der Abend zu Ende. Um 5:30 Uhr haben wir uns aus den Federn gepellt, und um 6:00 Uhr ging’s wieder auf den Weg. Habe noch einen kleinen Dankesbrief hinterlassen. In Riggisberg haben wir beim Bäcker unser ersehntes Frühstück zu uns genommen: Croissant, Semmel, Quarkteilchen und 0,5 l Kakao. Ein TRAUM!!!

Über die Sense

Dann ging’s weiter über Rüeggisberg mit einer fantastischen Aussicht über die leicht bergige Landschaft mit ihren schönen Tälern. Da wir heute noch nach Fribourg wollten, haben wir richtig Gas gegeben. Wir haben die Sense über eine alte Brücke überquert. Ein wunderschöner Platz zum Verweilen, Grillen, Zelten oder Baden. Dabei haben wir eine uralte Römerstraße passiert. Der Gedanke, dass dieses Kopfsteinpflaster, die Abdrücke und Inschriften wirklich von den alten Römern stammen – ein seltsames Gefühl.

In St. Antoni haben wir uns die Kirche angeschaut und dann zugesehen, dass wir das heutige Ziel erreichen. Ich hatte ein paarmal geschwächelt und Harald ziehen lassen. Einmal wäre es fast schiefgelaufen. Nach ’nem Umweg (ich hatte die Schilder nicht gesehen) haben wir doch wieder zusammengefunden. That’s the way.

Bonjour, Fribourg

Kurz vor Fribourg bemerkten wir schon an den Werbeplakaten und den Straßennamen, dass wir im französischen Teil der Schweiz waren. Mit der Hilfe zweier älterer Damen, die der deutschen Sprache mächtig waren, fanden wir dann in die Stadt Fribourg, zum Bahnhof und zur Jugendherberge.

Ich hatte die letzten 15 km solch extreme Schmerzen in den Füßen, dass ich mir echt auf die Zunge beißen und einfach nur ans Durchhalten denken musste. Ich glaube, ohne Schmerzen geht’s einfach nicht. Gut so!

Ich glaube, ohne Schmerzen geht’s einfach nicht. Gut so!

Fribourg liegt in einem Kessel, durchschlungen von der Saane (la Sarine). Eine wirklich beeindruckende Stadt. Die Menschen sind hier schon sehr gemischt und nach meinem Geschmack sehr snobbig. Etwas arrogant. Also nicht so mein Ding hier, da finde ich das Land und die Umgebung schon weitaus besser.

Heiß und lang

Wir haben uns in der Jugendherberge für 40 Franken einquartiert. Nach der Körperpflege ging’s in die Stadt auf ein paar Bierchen und lecker Pizza in einem Restaurant. Bin jetzt ziemlich müde und will nur noch schlafen. Das Duschen war ein Traum – heiß und lang!

Jetzt geht’s mit Französisch weiter. Na, schaun ma a moi.

PS Keine Angst vor Fremdsprachen, auch nicht vor Französisch!